Die Aufgaben einer Trauzeugin

Früher ein Muss, heute eine Auszeichnung – die Rolle und Aufgaben der Trauzeugin haben sich im Laufe der Jahre erheblich gewandelt. Bis zum 19. Jahrhundert gab es noch keine Standesämter. Der Staat hatte mit Eheschließung nichts am Hut und Hochzeiten waren einzig und allein eine Angelegenheit der Kirchen. Die Ehe wurde zwar vor Gott geschlossen, jedoch konnte man sich im Zweifel nicht darauf verlassen, dass Gott sich später auch dazu äußern würde. Also mussten Trauzeugen ernannt werden. Für den Fall, dass es später zu einem Streit zwischen den Eheleuten kam und eine Partei gar die Gültigkeit der Ehe anzweifelte, konnten die Trauzeugen bestätigen, dass das Paar tatsächlich verheiratet war: Sie mussten die Trauung bezeugen.

 

Mit der Einführung der standesamtlichen Trauung war es lange Zeit noch so, dass Trauzeugen anwesend sein mussten, zumindest noch bis vor ein paar Jahren. Trauzeugen müssen heute auf dem Standesamt oder in der evangelischen Kirche zwar nicht mehr die Gültigkeit der Ehe bezeugen. Doch sie sind nach wie vor wichtige Begleiter des Ehepaars. Sie sollen den Eheleuten ein Leben lang mit Rat und Tat zur Seite stehen, in Krisenzeiten vermitteln und ihnen gegebenenfalls dabei helfen, die Ehe wieder zu kitten. Besonders wichtig sind die Trauzeugen jedoch am Hochzeitstag selbst. Sie beraten und unterstützen das Brautpaar bei der Hochzeitsplanung. In manchen Fällen mutieren die Trauzeugen zu regelrechten Hochzeitsplanern, die den großen Tag des Brautpaars orchestrieren und koordinieren.

Aufgaben der Trauzeugin bei den Hochzeitsvorbereitungen

Die Trauzeugin erlebt in den meisten Fällen die Hochzeitsvorbereitungen hautnah mit. Zu den Aufgaben der Trauzeugin gehört im Grunde alles, was die Braut ihr überträgt. Aber natürlich auch vieles, das sie aus Eigeninitiative macht. So hilft die Trauzeugin zum Beispiel dabei, Inspirationen zu sammeln, sei es zu Blumen, Tischdekoration, Kleidern oder Musik. Sie begleitet die Braut auf Hochzeitsmessen und ins Brautmodengeschäft. Die Trauzeugin richtet den Junggesellinnenabschied aus, hilft der Braut bei der Auswahl des Brautkleids und der Einladungskarten und unterstützt sie dabei, die Zeremonie auf dem Standesamt und in der Kirche sowie die anschließende Hochzeitsfeier vorzubereiten.

 

Um wirklich gut beraten können, hilft es natürlich zu wissen, worauf es beim Thema Hochzeit, Brautkleid, Veranstaltungsort und Co. ankommt. Hier haben es Trauzeuginnen leicht, die bereits geheiratet haben. Sie verfügen über einen wertvollen Erfahrungsschatz. Doch auch wenn Du nicht zu den bereits verheirateten Trauzeuginnen gehörst, kannst Du mit etwas Hintergrundwissen gut mithalten. Das erhältst Du zum Beispiel im eBook Traumzeugin.

 

Aufgaben der Trauzeugin am Hochzeitstag

Auch am Hochzeitstag selbst gibt es eine Reihe von Aufgaben, die die Trauzeugin übernehmen kann. Oft begleitet die Trauzeugin die Braut zur Kirche und hält beim Ringtausch den Brautstrauß. Auf der Hochzeitsfeier ist es die Aufgabe der Trauzeugin, die Braut zu unterstützen und die Gäste zu koordinieren. Oft ist es die Trauzeugin, die den Überblick über das Programm behält und die Spiele und Aktionen überwacht. Nach der Hochzeit fertigen viele Trauzeuginnen noch ein Fotobuch mit Erinnerungen an die Hochzeit oder den Junggesellinnenabschied an, um das Ereignis zu einem runden Abschluss zu bringen.

 

Deiner Fantasie sind im Grunde genommen keine Grenzen gesetzt. Du kannst auf viele unterschiedliche Weisen einen Beitrag zur Hochzeit leisten. Und so vielfältig wie die Gestaltungsmöglichkeiten sind letztlich auch die Aufgaben einer Trauzeugin.

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